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Ausstellung "Das Meer - die letzte Kolonie?"

Fair Oceans in Kooperation mit Brot für die Welt, dem Bündnis Eine Welt Schleswig-Holstein sowie dem Stadtmarketing Niebüll laden zur Ausstellungseröffnung »Das Meer, die letzte Kolonie?« ein. Die Ausstellung ist vom 29. Januar bis zum 22. Februar 2019 im Amt Südtondern, Marktstraße 12 in Niebüll zu sehen. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 8.00 - 12.00 Uhr sowie Donnerstagnachmittag von 14.00 - 18.00 Uhr.
29.01.2019 um 18:30 Uhr bis
22.02.2019 um 12:00 Uhr
Marktstr. 12
25899 Niebuell

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Niebüll

Eine Ausstellung im Amt Südtondern geht der globalen Meerespolitik auf den Grund

Am Dienstag, den 29.01.2019 um 18.30 Uhr wird im Amt Südtondern die von Fair Oceans konzipierte, dokumentarische Wanderausstellung „Das Meer, die letzte Kolonie?“ eröffnet. Entlang sechs verschiedener Schwerpunktthemen präsentieren die Ausstellungsbereiche die vielfältigen Bezugspunkte zwischen Umwelt- und Entwick­lungs­­fragen auf See. An Beispielen aus der Fischerei, dem Meeresschutz oder der Schifffahrt soll den Besucherinnen und Besuchern so die globale Dimension der Ozeane und Meere veranschaulicht und wichtige Zukunftsfragen aufgeworfen werden.

Ausstellungsflyer

Holger Heinke vom Stadtmarketing Niebüll und der Projektkoordinator von Fair Oceans Kai Kaschinski werden an diesem Abend die Gäste begrüßen und in die Ausstellung einführen. Grußworte des Amtes Südtondern, des BEI Schleswig-Holstein vertreten durch Katrin Kolbe und von Matthias Kundy vom Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein und der Nationalparkverwaltung schließen sich an. „Als neues Mitglied im Verbund der Nationalparkpartner freuen wir uns sehr, diese Ausstellung in Niebüll zeigen zu können“, so Holger Heinke. Kai Kaschinski wird die nationalen und internationalen Probleme des Meeresschutzes umreißen und damit den thematischen Rahmen der Ausstellung skizzieren. Im Anschluss besteht die Möglichkeit eines Rundgangs durch die Ausstellung. Ein kleiner Imbiss wird gereicht.

Als der französische Schriftsteller Jules Verne 1884 „20.000 Meilen unter dem Meer“ schrieb, schuf er einen Klassiker der fantastischen Literatur. Im besten Stil des Science-Fictions ließ er Kapitän Nemo mit dessen futuristischen U-Boot Nautilus in die unbekannten Tiefen der Meere eintauchen und bis dahin scheinbar unüberwindbare Grenzen überschreiten. Als Elisabeth Mann Borgese dem Club of Rome gut 100 Jahre später ihren Bericht „Die Zukunft der Weltmeere“ vorstellte, trug sie mit Ihrer Arbeit dazu bei, wie schon zuvor Jules Verne, den Blick auf die Ozeane grundlegend zu verändern. Eine umweltpolitisch verantwortliche und global gerechte Meerespolitik war ihre Utopie. Energie, Rohstoffe und Nahrung aus den Ozeanen sollten die Probleme der Menschheit lösen.

Inzwischen ist die Erschließung der Meere kontinuierlich vorangeschritten. Insbesondere seit der Jahrtausendwende hat die weltweit wachsende Nachfrage nach natürlichen Ressourcen eine drastische Ausweitung der Unternehmungen auf See befördert. Konflikte um lukrative Meeresgebiete nehmen zu, wobei gemeinschaftliche und traditionelle Nutzungskonzepte oftmals ins Hintertreffen geraten. Der Wettlauf um die Ressourcen der Meere scheint ungehemmt, dabei verfügt die Weltgemeinschaft an sich über ein umfangreiches und international anerkanntes Regelwerk, das UN-Seerechtsübereinkommen. Dieses regelt im Grundsatz die Nutzung der Meeresressourcen, den Seeverkehr, die Fischereirechte, den Meeresumweltschutz, die Hoheitsgrenzen auf See und vieles andere mehr.

Das 2015 mit der Agenda-2030 von der UN beschlossene Ziel Nachhaltiger Entwicklung 14, mit dem Titel „Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen“ ist eine Reaktion auf den aktuellen Bedeutungszuwachs der Meerespolitik. Fair Oceans und Brot für die Welt haben sich zusammen mit verschiedenen Partnern für die Formulierung eines solchen Ziels Nachhaltiger Entwicklung eingesetzt und wollen die Ozeane und Meere dauerhaft im Sinne des Seerechts­­über­ein­kommens als gemeinsames Erbe der Menschheit verwaltet sehen. Mehr als 20 Jahre nach Inkrafttreten des Seerechtsübereinkommens verdeutlicht Ziel 14 der Agenda-2030 die Not­wendig­keit  international nach Problemlösungen suchen zu müssen und zeigt dabei wichtige Ansatzpunkte für die Meerespolitik auf.

Diese Ausstellung soll eine Idee davon geben, wie eng und weitreichend die Verbindungen von Meeres- und Entwicklungspolitik sind und wie notwendig es deshalb ist diese beiden Bereiche zusammen­zu­denken. Gerade für die Länder des globalen Südens ist die Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Entwicklung zentral für ihre Zukunftsperspektiven. Das Verhältnis des Menschen zum Meer befindet sich weltweit in einer Umbruchphase und wir sollten die Chance nutzen und den Prozess transparent, partizipativ und solidarisch gestalten, anstatt die gleichen Fehler zu wiederholen, die an Land gemacht worden sind.


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